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Wissenswertes zur Schilddrüsenunterfunktion

Von einer Schilddrüsenunterfunktion sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Bei dieser Funktionsstörung ist die Produktion von Schilddrüsenhormonen zu gering. Der Fachausdruck lautet Hypothyreose.

Ursachen

Bei den Ursachen für eine Unterfunktion der Schilddrüse wird unterschieden, ob es sich um eine primäre, sekundäre oder tertiäre Hypothyreose handelt.

Primäre Schilddrüsenunterfunktion

Von einer primären Hypothyreose wird beispielsweise gesprochen, wenn die Schilddrüse defekt oder gar nicht vorhanden ist. Die Unterfunktion ist in dem Fall angeboren. Dies ist auch der Fall, wenn Jod genetisch bedingt nicht ausreichend verwertet werden kann.

Häufiger ist die Unterfunktion jedoch nicht angeboren, sondern wird erworben, zum Beispiel durch eine Schilddrüsenentzündung, Hashimoto-Thyreoiditis, nach einer Operation der Schilddrüse oder durch eine Schilddrüsenbestrahlung. Auch die Radio-Jod-Therapie und verschiedene Medikamente können eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen. Zudem kann sich bei Jodmangel eine Unterfunktion entwickeln.

Sekundäre Schilddrüsenunterfunktion

Bei der sekundären Schilddrüsenunterfunktion wird die Schilddrüse mit zu wenig TSH versorgt. In dem Fall liegt eine Störung der Hypophyse vor.

Tertiäre Schilddrüsenunterfunktion

Bei der tertiären Hypothyreose ist der Hypothalamus gestört und es wird zu wenig TRH produziert. Dadurch fällt auch die Produktion der Schilddrüsenhormone zu gering aus.

Symptome

Die Symptome bei einer Schilddrüsenunterfunktion sind unterschiedlich und hängen vom Alter der Betroffenen ab. Bei Neugeborenen zeigt sich die Unterfunktion durch Verstopfung und Bewegungsarmut. Die Kinder möchten nicht viel trinken und die Gelbfärbung der Haut bleibt länger bestehen.

Bleibt eine Schilddrüsenunterfunktion bei Kindern unbehandelt, kann sich die Pubertät verzögern und die Kinder können kleinwüchsig bleiben. Ebenso sind Sprachstörungen und Schwerhörigkeit möglich. Auch die Intelligenz kann herabgesetzt sein.

Bei Erwachsenen können folgende Symptome auftreten:

Behandlung und Medikamente

Die Medikamente, die bei einer Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt werden, sorgen für einen Ersatz der Schilddrüsenhormone T3 und T4. Häufig wird der Wirkstoff L-Thyroxin eingenommen.

Ist die Schilddrüsenunterfunktion angeboren, werden die Medikamente ein Leben lang eingenommen. Dies ist auch der Fall, wenn die Unterfunktion sehr ausgeprägt ist. In der Regel treten keine Nebenwirkungen auf. Der Hormonstatus muss aber regelmäßig kontrolliert werden.