Was ist die Schilddrüse und wozu ist sie da?

Die Schilddrüse, im Fachjargon Hypophyse genannt, ist eine endokrine Drüse, das bedeutet sie gibt ihre Stoffe nach innen, also direkt in den Blutkreislauf, ins Gewebe oder in den Lymphkreislauf, welcher neben dem Blutkreislauf das wichtigste Transportsystem im menschlichen Körper darstellt, ab. Bei uns Menschen findet man die schmetterlingsförmige Hormondrüse am Hals, unter dem Kehlkopf vor der Luftröhre. Sie produziert ein eigenes Hormon, welches für den menschlichen Stoffwechsel von enormer Bedeutung ist – ist die Schilddrüse krank, kann das gravierende Auswirkungen haben: lebensbedrohlicher Bluthochdruck, starkes Über- oder Untergewicht, schwere Depressionen, ungewöhnlich starkes Schwitzen sind nur einige Beispiele. Die eigentliche Aufgabe der Schilddrüse ist es, durch ihre Hormone Herz und Kreislauf zu beeinflussen, die Blutgefäße zu erweitern, den Herzschlag zu beschleunigen und damit den Blutdruck ansteigen zu lassen und aktivierend auf den Fett- und Bindegewebsstoffwechsel, die Darmtätigkeit und die Schweiß- und Talgdrüsen der Haut zu wirken. Der gesamte Grundumsatz und Energieverbrauch des menschlichen Organismus wird durch die der Schilddrüse eigenen Hormone gesteigert.

Der Einfluss der Schilddrüsenhormone auf unseren gesamten Stoffwechsel, unseren Körper und auf unsere Seele macht dieses Organ zu einem sehr wichtigen, deswegen raten Experten zu einer jährlichen Überprüfung der Schilddrüsenfunktion. Vor allem Frauen ab dem 35. Lebensjahr sollten sich einer solchen unterziehen, denn rund ein Drittel der Deutschen leidet unter einer Schilddrüsenfehlfunktion – die meisten Betroffenen ahnen nicht einmal, dass ihre Beschwerden mit diesem kleinen, aber wichtigen und einflussreichen Organ zusammenhängen könnten.

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